Das e·SCAN® Glossar

Hier haben wir in Form eines FAQ eine kleine Auswahl an Begriffen und Erläuterungen zusammengestellt, die im alltäglichen Umgang mit Energie auftreten können. Diesen Bereich bauen wir weiter aus. Wenn Sie einen Begriff nicht finden, schreiben Sie uns einfach an glossar(at)e-scan.de. Wir werden diesen dann nach Prüfung ergänzen.

 

 

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FAQ Glossar

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  • Arbeitspreis AP

    Als Arbeitspreis wird der reine Energiepreis für Strom oder Gas bezeichnet. Zumeist wird dieser in Cent pro Kilowattstunde (Ct./kWh) oder in Euro pro Megawattstunde (EUR/MWh) angegeben.

    Teilweise werden auch sogenannte HT/NT-Tarife angeboten. HT steht hierbei für Hochtarif und NT für Niedrigtarif. Der HT-Preis wird tagsüber für die Hochtarifzeit berechnet, der NT-Preis wird nachts für die Niedrigtarifzeit berechnet. Die Schaltzeiten sind nicht immer einheitlich.

    Dieses Preismodell kann im Mehrschichtbetrieb interessant sein, wenn sich energieintensive Prozesse oder Prozessschritte in die Niedrigtarif-Zeiten verlegen lassen.

    Beispiele:

    Gesamtkosten AP (EUR) = 

    Verbrauch AP(MWh) x AP(HT in EUR/MWh) + 

    Verbrauch NT(MWh) x AP(NT in EUR/MWh)

    Umrechnung:

    5 Ct./kWh = 50 EUR/MWh

  • Arbeitspreis Netz APN

    Der Arbeitspreis Netz oder AP-Netz fällt für jede über das Netz des Verteilnetzbetreibers (VNB) bezogene Kilowattstunde für Strom und Gas an. Der Wert wird zumeist in Eurocent/Kilowattstunde angeben und durch den regionalen VNB veröffentlicht.

     

    Der AP-Netz variiert in Abhängigkeit von der Jahresbenutzungsdauer. Hier wird der Wert in die Kategorien < 2.500 Stunden bzw. > 2.500 Stunden unterteilt. Zusätzlich wird beim Strom nach der jeweiligen Spannung unterschieden.

  • Ausgleichsregelung, besondere

    Die besondere Ausgleichsregelung (BesAR) bezeichnet die Regelungen des §§40 EEG ff. um die Begrenzungsmöglichkeit der EEG-Umlage für Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Die Regelung wurde zur Aufrechterhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen getroffen.

     

    Unternehmen können an dieser Regelung partizipieren, wenn die Stromkosten (abzgl. Vergütung nach §§9b, 10 StromStG) den Wert von 14% an der Bruttowertschöpfung überschreiten. Dies muss durch einen Wirtschaftsprüfer bescheinigt werden. Die Antragstellung erfolgt über das ELAN-K2 Portal des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Bei Verbrauchswerten von mehr als 10GWh ist zusätzlich ein gültiges Zertifikat der ISO 50001 oder EMAS erforderlich. Der Antrag ist jeweils bis zum 30.06. auf der Grundlage der Vorjahresdaten (Stromkosten, Relation Bruttowertschöpfung) für das Folgejahr zu stellen.

     

    Aufgrund der Komplexität der Antragstellung hat die BAFA die Merkblätter IIA und IIA1 veröffentlicht. Diese erläutern die erforderlichen Schritte näher. 

  • BesAR

    Siehe Ausgleichsregelung, besondere.

  • Bindefrist

    Als Bindefrist wird der Zeitraum bezeichnet, während dessen sich ein Lieferant an die von ihm angebotenen Preise für Strom und Gas hält. Für die Bindefristen werden sog. Bindefristzuschläge fällig. Je kleiner also das Zeitfenster ist, in welchem ein Lieferant einen Preis halten muss, desto geringer fallen die Zuschläge aus. Bindefristen liegen bei Vollversorgung in der Regel zwischen 2 Stunden und 2 Tagen.

  • Bundesnetzagentur, BNetzA

    Die Bundesnetzagentur ist eine deutsche Regulierungsbehörde mit Sitz in Bonn.  Ziel dieser Behörde ist es, den Wettbewerb in sogenannten Netzmärkten (Bsp. Strom, Gas) zu fördern und aufrechtzuerhalten.

    Zur Homepage: http://www.bundesnetzagentur.de

    Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
    Tulpenfeld 4
    53113 Bonn

  • Energiekennzahlen

    Energiekennzahlen sind Maßzahlen, die zur Quantifizierung dienen; also zu Vergleichszecken herangezogen werden. Sie werden gängiger Weise in absolute und relative Kennzahlen unterschieden.

     

    absolute Kennzahlen : z.B. Umsatz, Mitarbeiterzahl
    relative (spezifische) Kennzahlen: Kosten/Mitarbeiter, Erdgasverbrauch/ Fläche

     

    Im Energiebereich kommen typischerweise folgende Formulierungen zur Anwendung:

     

    • Energieverbrauchskennwert

    Die Kennzahl gibt den gemessenen Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter Fläche (kWh/(a m2)) eines Gebäudes wieder und soll das Gebäude energetisch bewerten. Angewendet wird die Kennzahl z.B. in der EnEV 2007.

     

    •Energieleistungskennzahlen EnPIs

    In der DIN EN ISO 50001 bezeichnet die Energieleistungskennzahl einen quantitativen Wert für die energiebezogene Leistung einer Organisation. Sie wird mit EnPI abgekürzt (energy performance indikator). Sie dient zum Vergleich des messbaren Ergebnisses des Energiemanagements, welches in einem bestimmten Zeitraum erreicht werden sollte. Dabei wird die jährliche Veränderung des spezifischen Energieverbrauchs im Vergleich zum Basisjahr überprüft. 

  • Energiemanagementsystem, EnMS

    Ein EnMS ist die Gesamtheit zusammenhängender Elemente zur Einführung und dem Betrieb eines Systems, welches für einen effizienten Einsatz der Energie und kontinuierlichen Verbesserung der energiebezogenen Leistungen bestimmt ist.

    Bestandteil sind Energiepolitik und strategische Energieziele, sowie Prozesse und Verfahren zur Erreichung dieser Ziele.
    Das Energiemanagementsystem folgt der DIN EN ISO 50001. 

  • Energiesteuer

    Bezeichnet hier die Steuer auf Erdgas gem. Energiesteuergesetz (EnergieStG). Die Steuer auf Strom, die sog. Stromsteuer, ist im Stromsteuergesetz (StromStG) geregelt. Teile der Energiesteuer können auf Antrag erstattet werden.

  • Erdgassteuer

    Siehe Energiesteuer.

  • Gaswirtschaftjahr

    Das Gaswirtschaftsjahr ist eine temporäre Abgrenzung, die an der Heizperiode mit erhöhtem Erdgasbedarf orientiert wird. Das Gaswirtschaftsjahr endet jeweils am 30.09. und beginnt am 01. Oktober. Gaslieferverträge orientieren sich in der Regel an diesem Zeitraum, können aber auch abweichend vereinbart werden.

  • Konzessionsabgabe

    Die Konzessionsabgabe wird fällig für jede bezogene Kilowattstunde Strom und Gas. Sie kommt der Gemeinde zu Gute, in deren Boden die Netze bzw. Leitungen liegen.

  • Lastgang

    Als Lastgang oder Lastgangdaten werden die gemessenen Leistungsdaten der letzten Jahre bezeichnet. Diese liegen in der Regel als CSV-Datei vor bzw. können als solche vom jeweiligen Versorger oder Netzbetreiber bezogen werden. Zumeist können die Daten telefonisch oder per Mail auf Anfrage bezogen werden. Üblicher Weise meint der Lastgang immer die Daten des letzten Kalenderjahres. Die Lastgangdaten werden benötigt, um von alternativen Lieferanten Versorgungsangebote einholen zu können. Für ein Angebot wird der Lastgang immer benötigt, man spricht von der Bepreisung des Lastgangs oder der Verbrauchsstruktur. Die Lastgangdaten sind unabdingbar bei der Durchführung eines Lieferantenwechseln.

  • Netznutzung

    Für die Benutzung der Strom- und Gasleitungen bis zum Übergabepunkt erhebt der jeweilige Netzbetreiber die Entgelte für die Netznutzung. Diese werden jährlich neu berechnet und in der Regel auf der Internetseite des Netzbetreiber veröffentlicht. Die Entgelte für die Netznutzung machen circa ein Drittel der Energiekosten aus - nebst Arbeitspreis und Steuern und Zuschlägen.

  • Netznutzungsentgelt, individuelles

    Fördermaßnahme für Unternehmen mit atypischer Netznutzung zur Entlastung der Stromversorgungsnetze.

  • Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung – SpaEfV

    - Verordnung über Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz im Zusammenhang mit der Entlastung von der Energie- und der Stromsteuer in Sonderfällen -

    Die SpaEfV basiert auf dem Energie- und Stromsteuergesetz. Unternehmen des produzierenden Gewerbes können durch die Regelungen des sog. Spitzenausgleichs Steuern sparen. Ab 2013 muss dazu eine Gegenleistung in Form der Einführung und Aufrechterhaltung eines Energiemanagementsystems erbracht werden. Wie diese genau aussehen muss, regelt nun die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV), welche Anfang August 2013 vom Bundeskabinett verabschiedet wurde.

    Sprich, wer den Spitzenausgleich wie gewohnt beantragen möchte, muss nachweisen, dass er effizient mit Energie umgeht.

    Die Verordnung regelt nun genau, welche Bedingungen ein Unternehmen in der Einführungsphase 2013 bis 2014 und im Regelverfahren ab 2015 erfüllen muss.

    Der Nachweis der Einführung eines Energiemanagementsystems in 2013 kann über drei Wege beschritten werden.

    1. horizontaler Ansatz mit Entscheidung für ein Managementsystem, welches sich bereits über einen bestimmten Teil des Unternehmens erstrecken muss

    2. Testat über 16001:2009, welches aber ab 2014 nicht mehr ausreicht

    3. vertikaler Ansatz mit Entscheidung für ein Managementsystem und ersten Schritten, wie bspw. der Benennung von Verantwortlichen und Erfüllung von vereinzelten Normteilen

    Ziel ist es, das Unternehmen bis 2015 in die Lage zu versetzen, ein funktionsfähiges System zu integrieren.

    Für Unternehmen mit einem vorhandenen Managementsystem (z.B. Qualität oder Umwelt) empfehlen wir den vertikalen Ansatz. Dieser ermöglicht den sanften und schrittweisen Einstieg in die ISO 50001 und die Implementierung in Ihr vorhandenes System. So können Sie bereits vorhandene Strukturen einfach beibehalten und nutzen.

    → Voraussetzungen schaffen und die Steuererstattung durch den Spitzenausgleich erhalten: e.SCAN Systeme 50001

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