Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Pflicht durch das EDL-G | Chance für 2019

Wiederholung des Energieaudit

2019 | Seit 2015 ist alle 4 Jahre ein Energieaudit durchzuführen

In 2019 steht nun erstmals die Wiederholung des Energieaudits für Unternehmen und Organisationen an, welche die Kriterien eines KMU nicht erfüllen. Die Verpflichtung zum Energieaudit ergibt sich aus dem Energiedienstleistungsgesetz EDL-G.

 

Die Verpflichtung ein Energieaudit nach DIN 16247-1 durchzuführen

Die gesetzliche Pflicht für ein Energieaudit besteht seit 05.12.2015 für Nicht-KMU:

  • Verpflichtung gem. §8 EDL-G (Energiedienstleistungsgesetz)
  • Wiederholung alle vier Jahre: erst 2015, nun 2019,
  • Durchführung durch einen qualifizierten Auditor, wie e·SCAN®,
  • gelistet in der BAFA-Liste der Auditoren für das Energieaudit,
  • Strafen für fehlende oder unqualifizierte Audits bis zu 50.000 EUR.

 

In Deutschland besteht für alle sog. Nicht-KMU eine gesetzliche Pflicht, ein Energieaudit durchzuführen. Diese ist auf die EU-Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU zurückzuführen. Diese Verpflichtung trat in Deutschland erstmals am 05. Dezember 2015 in Kraft. Die Umsetzung dieser EU-Vorgabe findet sich hierzulande im sog. EDL-G, dem Energiedienstleistungsgesetz. Derzeit muss alle 4 Jahr, beginnend ab dem 05.12.2015, ein Energieaudit durchgeführt werden. Diese Pflicht gilt für alle Unternehmen, die nicht den KMU-Kriterien entsprechend, die also aufgrund ihrer Mitarbeiterzahl, ihrer Bilanzsumme oder ihres Umsatzes zu groß sind. Ein weiteres Prüfmerkmal in diesem Zusammenhang sind die Beteiligungsverhältnisse einer Organisation.

Die Pflicht für ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 trifft alle Organisationen mit mehr als 249 Mitarbeitern, mehr als 43 Mio. Euro Bilanzsumme oder mehr als 50 Mio. Euro Umsatz. Da auch die Beteiligungsverhältnisse bei einer entsprechenden Bewertung herangezogen werden, können auch deutlich kleinere Unternehmen und Organisationen betroffen sein. Im Zweifel sollte bei der Feststellung der KMU-Eigenschaft ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfen hinzugezogen werden.

Mit der Überwachung der Energieaudits wurde das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beauftragt. Ebenso wird durch das BAFA die Liste der Energieauditoren geführt, die ein Energieaudit gem. §8 EDL-G durchführen dürfen.

Pflicht zur Durchführung gem. EDL-G

Das Energiedienstleistungsgesetz EDL-G verpflichtet mit §8 alle Nicht-KMU zum energetischen Engagement. Um diese zu Erfüllen sind verschiedene Ansätze möglich:

  • Energieaudit gem. DIN EN 16247-1
  • Energiemanagement gem. DIN EN ISO 50001
  • oder ein EMAS-System

Das EDL-G als PDF finden Sie hier.


Kontaktdaten des BAFA

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 526 – Energieaudit, Querschnittstechnologien

Frankfurter Straße 29 – 35

65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1245


Allgemeines zum Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Das Energieaudit ist das beste Instrument, um Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu erheben. Dadurch werden Potentiale für die Reduzierung von Energiekosten ermittelt. Dies erfolgt anhand einer systematischen Betrachtung von Energieeinsatz und Energieverwendung. Hierbei werden die energetischen Bilanzgrenzen ermittelt, der Energieeinsatz festgestellt und den Energieverbrauchern zugeordnet. Die Darstellung kann anhand eines Sankey-Diagramms verdeutlicht werden. Die Energiemengen der Einzelverbraucher können durch Messung, Hochrechnung und Schätzung ermittelt werden. Im nächsten Schritt werden zu den erfassten Energieverbrauchern Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erhoben. Diese können technischer, personeller und organisatorischer Natur sein. Zusätzlich kann in organisatorische, gering-investive und investive Maßnahmen unterschieden werden. Bei der Maßnahmenerhebung und Berechnung sind fundierte Kenntnisse erforderlich. Deswegen darf ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 nur durch qualifizierte Auditoren durchgeführt werden.

Die Normenteile der DIN 16247

Das Regelwerk für das Energieaudit gliedert sich in 5 Teile:

  • Energieaudits – Teil 1: Allgemeine Anforderungen
  • Energieaudits – Teil 2: Gebäude
  • Energieaudits – Teil 3: Prozesse
  • Energieaudits – Teil 4: Transport
  • Energieaudits – Teil 5: Kompetenz von Energieauditoren

 

Ablauf beim Energieaudit nach DIN EN 16247

Das Energieaudit ist eine normativ gesteuerte Vorgehensweise, die aufgrund ihrer Methodik eine systematische Erfassung und Bewertung der Energien und Verbraucher im Unternehmen bewirkt.

Neben normativ-formellen Schritten kann die Vorgehensweise beim Energieaudit nach DIN EN 16247-1 wie folgt beschrieben werden.

Basierend auf allen genutzten Energien eines repräsentativen Zeitraumes, meist das Vorjahr, werden die Bilanzgrenzen (Zählwerke inkl. Eigenerzeugung wie BHKW und Photovoltaik) ermittelt und die eingesetzten Energien wie Strom, Gas, Heizöl u.a. Medien festgeschrieben. Dies kann mit der energetischen Ausgangsbasis im Sinne der DIN EN ISO 50001 verglichen werden.

Im nächsten Schritt werden beim Energieaudit die Verbraucher erfasst. Je detaillierter und gewissenhafter dies erfolgt, desto größer sind die Aussagekraft und der Nutzen des Audits für die auditierte Organisation. Hierbei werden die Verbraucherlisten nach Medien unterschieden und sukzessive zusammengestellt. Von höchster Relevanz bei dieser Erfassung sind darüber hinaus die technischen Eigenschaften der Verbraucher, sowie deren energetische Aspekte.

Energetische Aspekte der Verbraucher sind bspw.:

  • das Baujahr, Sanierung bzw. Revision
  • die Anschlussleistung in kW
  • die Benutzungsstunden pro Monat bzw. pro Jahr
  • der technische Zustand und technologische Aspekte.

Bei dieser Erfassung wird zur späteren Optimierung ermittelt, welche energetischen Aspekten relevant für den Energieverbrauch einer Maschine, Einrichtung oder Anlage sind. Daraus werden später Energieeffizienzmaßnahmen ermittelt.

Diese Daten werden systematisch tabellarisch erfasst. Zudem werden den Verbrauchern auch die Energieverbräuche zugeordnet. Idealer Weise geschieht dies durch Messung. Aufgrund des Aufwandes und der technischen Machbarkeit, werden zusätzliche Ersatzverfahren, wie temporäre Messung und Hochrechnung und Schätzungen anhand der Benutzungsstunden und Erfahrungen, für den Erkenntnisgewinn herangezogen. In Summe sollten dann die ermittelten Verbräuche zum dokumentierten Gesamtenergieeinsatz passen.

Durch qualifizierte Auditoren mit dem erforderlichen technischen und organisatorischen Wissen, werden aus dieser Datenbasis in einem Folgeschritt Energieeffizienzmaßnahmen erhoben. Diese werden so aufbereitet, dass diese Maßnahmen für die auditierte Organisation nachvollziehbar und relevant sind. Die Relevanz ergibt sich aus den Handlungsmaßgaben der Organisation. Hierbei sind bspw. die Investitionssummen und Amortisationszeiten zu beachten.

Abschließend werden die Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in einem Maßnahmenplan zusammengefasst und im Auditbericht detailliert erläutert.

 

Entsprechend der DIN EN 16247-1 führen wir Energieanalysen durch. Damit ermöglichen wir unseren Kunden gezielte Investitionen in Energieeffizienz. Entsprechend untersuchen wir Maschinen, Einrichtungen und Anlagen. Außerdem widmen wir uns energierelevanten Prozessen. Somit kann ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet werden. Deswegen sind unsere Analysen teilweise förderfähig. Hierzu koordiniert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das Programm „Energieberatung Mittelstand“.

Audit planen und durchführen

Wir unterstützen Sie bei der Planung Ihres Energieaudits und führen das Audit gem. DIN EN 16247 für Sie durch! Alternativ bewerten wir Ihren Energieauditbericht gem. DIN EN 16247-1.

Auditvorbereitung

Um ein Energieaudit gem. DIN EN 16247-1 durchzuführen, sollte Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation einen gewissen Dokumentationsstand aufweisen. Im Fokus liegen hierbei besonders Daten und Informationen zu:

  • Organisatorische Daten (wirt. Tätigkeit, KMU-Status, Standorte)
  • Energiebezug aller relevanten Medien (Strom, Gas, Heizöl, Flüssiggas)
  • Energieeinsatz (energieverbrauchende Maschinen, Anlagen und Einrichtungen)
  • Energieverantwortlichkeit und bisherige Tätigkeiten, Strategie

Um den Auditaufwand in seinem Umfang übersichtlich zu halten, sollten vorgenannten Daten und Informationen vorhanden sein. Alternativ unterstützen wir Sie auch bei der Auditvorbereitung und vermitteln anhand eines Leitfadens jenen Umfang, den Sie selbst vorbereiten können. Fragen Sie uns dazu gezielt nach der „Auditvorbereitung“.

Angebot für ein Energieaudit

Gern erstellen wir Ihnen ein Angebot zur Durchführung eines Energieaudits in Ihrer Organisation. Der Aufwand richtet sich im Wesentlichen nach der Größe Ihrer Organisation und deren Tätigkeit. Sie erhalten zum Schutz Ihrer Daten von uns eine Vertraulichkeitsverpflichtung. Wir benötigen im Vorfeld einige Informationen, die wir anhand einer Checkliste und einer persönlichen Abstimmung erheben. Hierzu gehören bspw. Angaben über

  • Rechtliche Verhältnisse
  • Standorte und Mitarbeiteranzahl
  • Energieeinsatz und Energieträger
  • Branche und Technologien
  • Produkte und Entwicklung

Anhand der vorgenannten Daten erstellen wir Ihnen innerhalb von maximal zwei Werktagen Ihr Angebot zur Durchführung eines Energieaudits gem. DIN EN 16247-1. Unsere Energieaudits werden durch Auditoren mit BAFA-Zulassung durchgeführt und unterliegen den Anforderungen der DIN EN 16247-1.

Auditplan | Ablauf des Audits

Der Ablauf des Energieaudits richtet sich inhaltlich nach den Forderungen der DIN EN 16247-1. Den zeitlichen Ablauf stimmen wir mit Ihnen ab, unser Kundenservice unterstützt Sie hierbei gern und behält später auch die Termine im Blick. Unsere Auditoren stimmen mit Ihnen den Auditplan zur Durchführung des 16247 Energieaudits ab.

Olaf GieseBereichsleiter Energieanalyse Handwerk, Hotel- und GastgewerbeMCH GmbH0391 9909 69 730391 9909 69 71giese(at)managementconcept(dot)de
Stefan WoesnerBereichsleiter Energieanalyse Industrie
Zertifizierungsauditor
MCH GmbH0391 9909 69 740391 9909 69 71woesner(at)e-scan(dot)de
Gunnar PevestorfVertriebBWI GmbH0175 729 27 450391 9909 69 51pevestorf(at)e-scan(dot)de